Wichtige Hinweise:


Gefahrenzonenpläne sind Fachgutachten, welche die Art und das Ausmaß von Gefahren durch Hochwasserereignisse

mit der Eintrittswahrscheinlichkeit eines 30-jährlichen (HQ30) und 100-jährlichen (HQ100) Bemessungshochwasser

darstellen. Darüber hinaus wird auch das verbleibende Risiko bei Überschreiten des Bemessungsereignisses (HQ300)

untersucht und beurteilt. Die Jährlichkeit ist jener Zeitraum in Jahren in dem mit der Überschreitung des zugrunde

liegenden Bemessungsereignisses einmalig gerechnet werden muss.

 

Ergebnis der Planung ist die Abgrenzung von unterschiedlichen Gefährdungszonen (HQ30: Abflusszonen; HQ100:

Rote Zonen, Gelbe Zonen; HQ300: Abflusszonen, Restrisikogebiete) und von Zonen, die für den Hochwasserabfluss

oder Hochwasserschutzmaßnahmen eine besondere Bedeutung haben (HQ100: Rot-Gelbe Zonen, Blaue Zonen).

 

Die Gefahrenzonenpläne sind eine wesentliche fachliche Grundlage für

-  die Planung von Hochwasserschutzmaßnahmen am Gewässer,

-  die Planungen für den privaten und betrieblichen Objektschutz,

-  die Ausarbeitung von Alarm- und Maßnahmenplänen für den Katastrophenfall,

-  die Begutachtung von Umwidmungen und Bauvorhaben.

 

Im Kartendienst „Gefahrenzonen BWV“ des Vorarlberg Atlas sind nur bereits abgeschlossene Gefahren-

zonenpläne dargestellt! Die Gefahrenzonen werden ab einem Maßstab > 1:100.000 nicht mehr dargestellt!

 

An der Ausarbeitung weiterer Gefahrenzonenpläne im Kompetenzbereich der BWV wird laufend gearbeitet.

Sind in einem Bereich keine Gefahrenzonen ausgewiesen, bedeutet dies nicht, dass hier keine mögliche

Gefährdung durch Hochwasser besteht! Möglicherweise befinden sich dort Gefahrenzonenpläne gerade in

Ausarbeitung oder es liegen vorerst nur Abflussuntersuchungen vor. Darüber hinaus werden Gefährdungen durch

Hangwasser und Rückstau aus Kanälen nicht dargestellt, da sie sich nicht den üblicherweise gewählten Jährlichkeiten

(HQ30, HQ100, HQ300) der zugrunde liegenden Abflussuntersuchungen zuordnen lassen.

Es ist empfehlenswert, sich in diesen Fällen mit der betroffenen Gemeinde oder der Abt. Wasserwirtschaft in

Verbindung zu setzen um abzuklären, ob Informationen zu Hochwassergefährdungen vorliegen.

 

Neben der Bundeswasserbauverwaltung erstellt auch der Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung

(WLV) in deren Kompetenzbereich Gefahrenzonenpläne. Diese werden im Kartendienst des Vorarlberg Atlas nicht

dargestellt und müssen bei der betroffenen Gemeinde oder direkt der zuständigen Dienststelle nachgefragt werden.



Unter dem Link Folder Gefahrenzonen (PDF) kann eine Informationsbroschüre zum Thema

Gefahrenzonenplanung heruntergeladen werden.

 

Weitere Informationen erhalten Sie beim Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abt Wasserwirtschaft,

Josef-Huter-Str. 35, Bregenz (Mail: wasserwirtschaft@vorarlberg.at, Telefon: 05574/511-27405).

 

Hinweise gelesen und zur Kenntnis genommen.